Gefährlich, aber unausweichlich: Soziale Medien
Medienerziehung und Medienkompetenz ist ein Themenbereich, der uns immer wieder beschäftigt - und noch oft beschäftigen wird. Digitale Medien spielen im Alltag unserer Kinder eine immer größere Rolle. Daher wird es immer wichtiger, dass wir Erwachsene up-to-date bleiben und immer wieder darüber nachdenken, was wir zur Unterstützung unserer Kinder tun müssen.
Der Schwerpunkt diesmal: Wie sollen wir Eltern uns verhalten und unterstützen, wenn die Kinder Zugang zu sozialen Medien bzw. ein eigenes Smartphone bekommen?
Es verschiebt sich zwar immer weiter nach vorne, wir Kinderärztinnen und -ärzte raten aber weiterhin, dass dies nicht vor Ende der Grundschulzeit geschehen sollte.
Kinder und Jugendliche sind mehr oder weniger automatisch kritischen oder schädlichen Inhalten ausgesetzt, sobald sie ein eigenes Smartphone bzw. Zugang zu digitalen und sozialen Medien haben. Daran können wir so gut wie nichts ändern.
Mit dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz wird es immer mehr gefälschte Inhalte geben, auch davor können wir unsere Kinder nicht wirklich schützen.
Was wir tun können: Frühzeitig und immer wieder signalisieren, dass wir für sie da sind. Dass sie zu uns kommen dürfen und sollen - auch und gerade, wenn etwas Blödes passiert ist, sie vielleicht in einem Chat auf jemanden hereingefallen sind.
Wir möchten und müssen auch über Inhalte reden. Besonders auf TikTok sorgt uns die zunehmende Verbreitung von rechtsextremen Inhalten. Da sind wir Eltern gefordert, mit unseren Kindern immer wieder darüber zu sprechen, welche Inhalte ihnen begegnen und wie diese einzuordnen sind.
Das oberste Gebot ist: Offenheit, keine Vorwürfe, keine Angst über gewisse Dinge zu sprechen. Wir müssen den Kindern und Jugendlichen signalisieren, dass uns diese Welt interessiert und uns selbst auch damit auseinandersetzen - und sie nicht einfach verdammen.
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