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Tipp vom Doc

Ringelröteln - eigentlich harmlos, aber...

Immer wieder gibt es Phasen, in denen Ringelröteln-Infektionen zunehmen. Für die betroffenen Kinder ist das in den allermeisten Fällen kein großes Thema - und trotzdem kann die Krankheit problematisch sein.

Zunächst mal: Was sind Ringelröteln? Im Grunde eine harmlose Infektionskrankheit, ausgelöst durch das Parvovirus B19. Was tückisch ist: Bei ungefähr 80 Prozent aller Infizierten treten gar keine Symptome auf bzw. keine, die an Ringelröteln denken lassen. Die Erkrankung läuft dann inapparent - man sieht sie nicht. Etwa ein Fünftel der Infizierten und vor allem Kinder bekommen einen sehr typischen Ausschlag, der an den Wangen beginnt und sich über die Oberarme und Oberschenkel nach unten zieht - oft spricht man davon, dass er wie eine Girlande verläuft.

Was man nun wissen muss: Wenn die Kinder diesen Ausschlag bekommen, ist die Ansteckungsphase eigentlich schon vorbei. Meistens hatten sie eine Woche vorher leichte grippale Symptome, dann kommt eine kleine Pause - und dann erst der Ausschlag. Da die Kinder aber nicht mehr ansteckend sind, dürfen sie, wenn sie ansonsten fit sind, auch in eine Gemeinschaftseinrichtung gehen.

Was ist jetzt das Problem mit dieser Erkrankung? In seltenen Fällen kommt es zu Gelenkproblemen, davon betroffen sind zumeist Jugendliche und junge Erwachsene. Ebenfalls in seltenen Fällen kann es zu einer Blutarmut kommen. Wenn es dahingehend einen Verdacht gibt, also wenn das Kind sehr schlapp und müde ist, muss man das Blut kontrollieren.

Der Grund, aus dem das Thema immer wieder in aller Munde ist, ist der, dass es für Schwangere, die keinen Antikörperschutz gegen Ringelröteln haben, schlecht ist, wenn sie sich etwa zwischen der achten und 20. Schwangerschaftswoche infizieren. Daher wichtig: Frauen, die wissen, dass sie schwanger sind und wissen, dass sie Kontakt zu Ringelröteln hatten, sollten dies mit ihrem Frauenarzt/ihrer Frauenärztin gut besprechen, die Antikörper bestimmen und eventuell Therapiemaßnahmen einleiten.

Problem ist dabei, dass es bei Kindern oft eine Verdachtsdiagnose bleibt. Denn, um sicherzugehen, muss man Blut abnehmen und Antikörper bestimmen - und das erspart man den Kindern eigentlich. Darum ist es auch bei Verdachtsfällen gut, wenn Schwangere das Thema mit ihrem Gynäkologen/ihrer Gynäkologin besprechen.

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