,,Kinder sind viel robuster und kompetenter als wir sie im Alltag sein lassen.''
Norbert F. Schneider, Soziologe und Familienforscher im Interview mit dem „Spiegel"
Für das Heranwachsen und die seelische Gesundheit unserer Kinder ist es elementar wichtig, dass sie frühzeitig lernen, mit Frustrationen und Ungerechtigkeiten im Leben zurechtzukommen. Optimalerweise werden sie von uns Eltern dabei begleitet und gestärkt. Wir leisten ihnen Beistand und halten gemeinsam aus, dass es eben auch Momente gibt, die nicht schön sind.
Leider ist aber der Trend zu beobachten, dass Eltern allzu oft versuchen, jeglichen Schmerz und Frust von den Kindern fernzuhalten. In der Praxis zum Beispiel sehen wir das, wenn die Kinder schon bei den kleinsten Sachen mit einem Video oder ähnlichem abgelenkt werden müssen. Besser wäre, man sagt so etwas wie: „So, jetzt wird's unangenehm, jetzt tut's kurz ein bisschen weh - aber gemeinsam schaffen wir das." Oder auch Dinge wie Ungerechtigkeiten in der Schule: Das kann und darf ein Kind auch einfach mal aushalten. Wenn die Eltern dem Kind beistehen, emotional an seiner Seite stehen, dann wird es unterm Strich gestärkt und seine Selbstkompetenz wächst.
Weitere interessante Tipps
Schütteltrauma
Ich möchte auf ein extrem wichtiges Thema hinweisen: #SchüttelnTötet. Das klingt etwas drastisch, aber das ist in meinen Augen absolut gerechtfertigt, weil es ein wahnsinnig wichtiges Thema ist - das drastische Folgen haben kann. Es geht um Schütteltraumata beim Baby.
Lügen
Tränen lügen nicht - behauptet zumindest Michael Holm in seinem berühmten Schlager. Kinder hingegen lügen schon. Manchmal sogar wie gedruckt. Das versetzt Eltern oft ziemlich in Stress und darum schauen wir uns dieses Thema mal genauer an. Und auch, weil es ehrlicherweise ein Thema ist, bei dem wir Eltern immer schauen müssen, wie groß unser eigener Anteil daran ist.
Remo Largo
„Das Kind gehört nicht den Eltern, sondern sich selbst. Es ist nicht auf die Welt gekommen, um die Erwartungen seiner Eltern zu erfüllen, sondern um zu jenem Wesen zu werden, das in ihm angelegt ist. Dies zu ermöglichen, liegt in der Verantwortung der Eltern."