Was tun bei Ausschlag?
KopierenVeröffentlichenWir Kinderärztinnen und -ärzte schauen uns gefühlt den halben Tag lang Ausschläge an. Denn diese lösen bei Eltern, aber auch bei Erzieherinnen und Erziehern, ganz oft große Sorgen aus, besonders im Hinblick auf eine vermeintliche Ansteckungsgefahr.
Wichtig beim Thema Ausschlag ist, wie so oft: Differenzieren. Ein Ausschlag, der mit Begleitsymptomen wie Fieber, Juckreiz oder Abgeschlagenheit einhergeht, gehört ärztlich abgeklärt. Heutzutage genügt dafür oft schon, wenn Sie per E-Mail ein paar Fotos vom Ausschlag mit einem kurzen Text an die Praxis schicken.
Am häufigsten bei Kindern ist aber ein post- oder paraviraler Ausschlag. Also ein Ausschlag, der auftritt, wenn ein Virusinfekt (meistens) schon am Abklingen ist. Es gibt da einen sehr schönen Spruch: Der Ausschlag ist die Morgenröte der Genesung. Soll heißen: Wenn das Kind zwei, drei Tage Fieber hatte, es ihm besser geht und dann kommt der Ausschlag - dann ist das ein untrügliches Zeichen, dass der Infekt am Abheilen ist. Ganz oft ist es auch so, dass das Kind einen Infekt abwehrt und man gar nicht merkt, dass es krank ist - über die Haut macht sich das dann aber doch in Form von Ausschlag bemerkbar.
In all diesen Fällen - in denen das Kind kein Fieber (mehr) hat, nicht über Juckreiz klagt und insgesamt unbeeinträchtigt und fit wirkt - ist ein Ausschlag zunächst mal nichts, was einem Sorgen machen muss. Da kann man auch abwarten und beobachten, ob er von allein wieder verschwindet.
Nochmals kurz und knapp: Wenn Ihr Kind zusätzlich zum Ausschlag Symptome zeigt, vor allem wenn es krank wirkt und Fieber hat, dann bitte anschauen lassen bzw. Rücksprache mit Ihrer Kinderarztpraxis halten. Ansonsten keine Panik und im Hinterkopf behalten, dass oftmals mit dem Ausschlag die Genesung beginnt.
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