Affektkrämpfe - echt gruselig
Einige Eltern haben sich das Thema „kindliche Affektkrämpfe" gewünscht. Kein Problem. Hier ist das Wichtigste, was Sie dazu wissen müssen.
Medizinisch sind diese Krämpfe eine unproblematische Sache. Aber für Eltern können sie absolut gruselig sein - vor allem, wenn dieser Krampf zum ersten Mal auftritt. Affektkrämpfe können ab dem ersten Lebensjahr auftreten, der Höhepunkt ist ungefähr mit zwei Jahren, die Hälfte der darunter leidenden Kinder hat ab vier Jahren keine mehr und spätestens bei der Einschulung sind sie bei fast allen verschwunden.
Was passiert bei einem Affektkrampf? Ein Kind regt sich so auf, steigert sich so in eine Sache hinein, dass es entweder beginnt blau zu werden oder blass - und dann tatsächlich ohnmächtig wird. Oftmals zuckt und krampft das Kind auch noch. Hört sich sehr dramatisch an. Ist aber fast immer harmlos. Die Kinder sind schnell wieder bei sich. Und wenn klar ist, dass der Auslöser eine Emotion war, muss man sich aus medizinischer Sicht nicht sorgen.
Beispiele dafür: Schreck, Schmerz, Wut, Angst ... Konkret: Ein großer Hund kommt ums Eck, Kind ringt vor Angst um Luft und kippt um. Oder es stößt sich sehr fest, hat Schmerzen, ringt nach Luft und verliert das Bewusstsein.
Es gibt medizinisch ein paar Differentialdiagnosen, die man anschauen muss, nämlich echte Krampfanfälle oder Ursachen die vom Herzen kommen. Aber das sind dann Fälle, die man hier an dieser Stelle sicher nicht kurz abhandeln kann. Damit Sie auf der sicheren Seite sind, dass Ihr Kind an der harmlosen Variante leidet, sollten Sie das Ganze auf jeden Fall mit ihrem Kinderarzt oder ihrer Kinderärztin besprechen. Dann wird schnell klar, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
Die Botschaft lautet: Es gibt so etwas und es ist eigentlich harmlos. Damit verhindern wir hoffentlich, dass nicht nur das Kind ohnmächtig wird, sondern auch noch die Eltern aus Schreck.
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