Nagelbettentzündung - das kann ja Eiter werden!
Heute etwas aus der Kategorie: kleine Ursache, große Schmerzen. Es geht um die Nagelbettentzündung, medizinisch auch Panaritium genannt.
Es beginnt meist ganz harmlos, ein kleiner Schmerz am Zeh, dann wird es ein bisschen rot - dann wird es dicker, fängt an zu pulsieren und kann dann wirklich richtig weh tun. Im schlimmsten Fall kann sich auch eine Infektion im ganzen Körper ausbreiten.
Deshalb wichtig: frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Was löst das Ganze aus? Meist gibt es eine gewisse Grundveranlagung, sprich: die Anatomie des Zehennagels ist so, dass jemand dazu neigt, diese Nagelbettentzündung zu bekommen. Aber auch eine Verletzung am Nagelbett kann ein Auslöser sein, vor allem, wenn man daran zu viel herumgeknibbelt hat. Und: es kann auch von einer nicht optimalen Fußpflege oder einem falsch geschnittenen Nagel kommen.
Hier ist ganz wichtig: Bei den Kindern die Zehennägel nicht zu kurz abschneiden. Und die Ränder eher rund lassen, nicht zu eckig - denn so kann der Nagel weniger wahrscheinlich unter das Nagelbett einwachsen.
Wichtig ist auch, frühzeitig lokale antiseptische Maßnahmen zu ergreifen. Zum Beispiel Octenisept oder Betaisodona auf die Wunde geben. Und meist gelingt es damit auch, die Entzündung herunterzufahren. Wenn die Beschwerden trotzdem nicht kleiner oder sogar noch größer werden, dann bitte zum Arzt gehen.
Im nächsten Schritt werden dann lokal antibiotische Salben auf die Wunde aufgetragen. Und wenn auch das nicht hilft, ist manchmal tatsächlich die Chirurgie der letzte Ausweg. Unter lokaler Betäubung wird dann ein kleines Stück des Nagels entfernt. Das ist dann meist so entscheidend, dass der Nagel und das Nagelbett wieder komplett abheilen können.
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