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Tipp vom Doc

Keine Panik bei Blut im Stuhl

Wir starten mit einem nicht ganz so appetitlichen Thema ins neue Jahr: Es geht um Blut im Stuhl. In unserem Praxisalltag passiert es einmal pro Woche, dass wir einen ganz aufgeregten Anruf oder eine etwas panische E-Mail bekommen mit dem Wortlaut: „Oh Gott, mein Kind hat Blut im Stuhl." In den meisten Fällen ist die Aufregung nicht nötig.

Flapsig gesagt: Wir würden es flott abklären lassen, wenn der 72-jährige Opa Blut im Stuhl hat. Aber bei einem Kind oder einem Baby ist es in den allerallerseltensten Fällen nicht nötig, sofort nervös zu werden. Natürlich gibt es Krankheiten, die ernst zu nehmen sind und die mit Blut im Stuhl einhergehen. Aber im Normalfall haben Sie dann auch ein Kind vor sich, das deutlich erkennbar krank ist. Das nicht gut beieinander ist und/oder seit Wochen schon schwach ist oder sonst irgendwelche Symptome zeigt, wie extreme Abgeschlagenheit, außergewöhnliche Müdigkeit oder richtige Lethargie.

Aber wenn Ihr Kind völlig fit ist und zufällig Blut im Stuhl hat, dann lautet meine Hauptbotschaft: Das Ganze ist relativ sicher kein Notfall. Man geht in 90 bis 95 Prozent der Fälle davon aus, dass es eine recht banale Erklärung gibt. Zum Beispiel ein kleiner Riss in der Po-Schleimhaut oder dass etwas harter Stuhl an der Schleimhaut gekratzt hat.

Es ist sicherlich richtig, das Ganze weiter zu beobachten und, wenn der zweite oder dritte Stuhl immer noch blutig ist, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Rücksprache zu halten. Für mich ist jedoch wichtig, dass Sie keinen super erhöhten Puls bekommen, wenn Sie in der Windel oder in der Toilette Blut sehen und es Ihrem Kind sonst gut geht.

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