Choose your language

Tipp vom Doc

Kinderhospizdienste – große Hilfe bei großem Leid

Ein sehr ernstes, trauriges Thema, das aber wahnsinnig wichtig ist. Und das, wenn man sich näher damit befasst, interessanterweise auch ganz viele schöne, fröhliche Aspekte hat. Es geht um Kinderhospiz-Arbeit.

Es ist leider so, dass es immer wieder Kinder gibt, die an einer sehr schweren, lebensverkürzenden Erkrankung leiden. Und insbesondere für Familien, in denen so ein Kind lebt, gibt es Kinderhospizarbeit – ambulant und stationär. 

Was viele nicht wissen: Kinderhospizarbeit ist auch dann zuständig, wenn beispielsweise ein Elternteil sehr, sehr schwer bzw. unheilbar erkrankt oder verstirbt. Wir Kinderärztinnen und Kinderärzte haben das natürlich im Kopf, aber dennoch geht es im Praxisalltag manchmal unter.

Darum ist es extrem wichtig, hier mal zu betonen, dass es diese unterstützenden Maßnahmen gibt. Denn, was man sich ganz leicht vorstellen kann, Familien, die von so einem solchen Schicksalsschlag heimgesucht werden, erfahren eine ganz enorme emotionale Belastung. Es ist auch eine extreme körperliche Belastung. Geschwisterkinder leiden stark. Es gibt so viele belastende Aspekte in diesen Situationen, das kann hier gar nicht alles aufgeführt werden.

Stattdessen der Hinweis darauf, dass da ganz, ganz wertvolle Arbeit geleistet wird in diesem Bereich. Hier im Rems-Murr-Kreis von den zwei ambulanten Kinderhospizdiensten Sternentraum und Pusteblume. Ein ganz tolles stationäres Kinderhospiz gibt es in Stuttgart. Das nächstgelegene außerhalb unserer Region ist im Allgäu, das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach.

Abschließend noch zwei Hinweise: Diese Dienste werden zwar von den Krankenkassen ein bisschen mitfinanziert, sie sind aber ganz stark auf Spenden angewiesen. Wenn Sie also mal einer guten Sache ein paar Euro zukommen lassen möchten, denken Sie doch an diese Einrichtungen. Und, wenn Sie Familien kennen, die unter solchen schweren gesundheitlichen Schicksalsschlägen leiden müssen, dann informieren Sie diese Familien über diese Angebote, sprechen Sie drüber, da wird wirklich tolle Arbeit geleistet.

zur Tipp-Übersicht

Weitere interessante Tipps

Bettnässen

Beim Thema Bettnässen sind Eltern häufig davon überrascht, ab welchem Zeitpunkt man erst davon spricht. Die gute Nachricht gleich vorweg, sollte es beim Kind länger dauern: Häufig braucht es nur Geduld bis sich das Thema von selbst erledigt.

Suchtkranke Eltern

Wenn eine Mutter oder ein Vater an einem Suchtproblem leiden, ist das nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Kinder eine Belastung. Zudem ist die Gefahr groß, dass die Kinder später selbst an einem Suchtproblem leiden werden. Zum Umgang mit dieser Thematik gibt es ein Modellprojekt in Baden-Württemberg: „SALTO".

Gewaltprävention durch Erziehung

Am 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Und ganz egal, in welche Quelle oder welche Statistik man schaut: Die Zahlen sind einfach erschütternd.