Meinung vom Doc 👨🏻⚕️: Skandalöse Kürzung bei Psychotherapeut*innen
Die Vergütung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wird gekürzt – und das in einer Zeit, in der viele Kinder und Jugendliche ohnehin schon nicht die Therapie erhalten, die sie benötigen. Nicht nur der Doc findet das unmöglich.
Allein in dieser Woche musste der Doc drei Jugendliche auf unbestimmte Zeit vertrösten: Es gibt für sie aktuell keine Chance auf einen ambulanten Psychotherapieplatz. Und das war in den Wochen davor nicht anders. Fakt ist: Der Bedarf ist groß, aber Therapieplätze stehen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.
Und genau in einer solchen Zeit passiert was? Der Bewertungsausschuss der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen reduziert die Vergütung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten um 4,5 Prozent. Ganz ehrlich? Da fällt einem nichts mehr dazu ein.
Wir lassen hier eine Berufsgruppe hängen, wir lassen aber vor allem auch die Kinder und Jugendlichen hängen, die dringenden Therapiebedarf haben. Wir kümmern uns ja eh schon nicht darum, dass die Rahmenbedingungen z. B. in den Schulen besser werden, dass hier weniger Stress und Leid entsteht.
Alles in allem ist das ein verheerendes Signal für die Gesundheitspolitik.
Wer das ähnlich sieht, kann eine Petition zeichnen und / oder zur Demo nach Stuttgart gehen. Hier die Links mit allen Infos:
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